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Ein Ende der Robbenjagd in Sicht?

Wädenswil, 26.03.2008

Die EU erwägt ein Einfuhrverbot für Robbenprodukte - Ihre Stimme zählt!

Anfang März hat das Kanadische Fischereidepartement (DFO) die Fangzahlen für die diesjährige Robbenjagd bekannt gegeben.

Robbenbaby copyright Brian SkerryAb Ende März dürfen 275'000 Sattelrobben getötet werden. Das ist ein leichter Anstieg um 5000 Tiere im Vergleich zum Vorjahr. am 28. März wurden bereits die ersten Tiere getötet, wie Videoaufnahmen der Humane Society International belegen (Achtung sehr grausam!). Da bei dieser Jagd vor allem das Fell für die Jäger von Interesse ist, werden hauptsächlich Jungtiere, so genannte „beaters“, getötet. Diese Tiere sind zwischen 3-4 Wochen alt und haben ihr weisses Babyfell schon verloren.

Doch auch in andern Ländern, allen voran Namibia und Norwegen, werden jährlich zehntausende von Robben abgeschlachtet. Im Dezember 2007 veröffentliche die European Food Safety Authority (EFSA) einen Report über Tierschutzaspekte bei der Robbenjagd. Um ein möglichst objektives Bild zu erhalten, wurden für diesen Report hauptsächlich wissenschaftlich erhobene Daten verwendet. Die EFSA stellte fest, dass in den meisten Ländern, darunter auch Kanada, die Tötungsmethoden nicht den europäischen Tierschutzbestimmungen genügen. Den Tieren wird beim Sterben also unnötiges Leiden leider nicht erspart.

In Europa regt sich deshalb immer mehr Widerstand, vor allem gegen die jährliche Robbenjagd in Kanada. Zwischen dem 20. Dezember 2007 und dem 13. Februar 2008 führte die europäische Kommission auf ihrer Webseite eine Meinungsumfrage zum Thema Robbenjagd durch. Die Resultate dieser Umfrage werden bei den Verhandlungen über ein Handelsverbot von Robbenprodukten mit einbezogen.

Einige europäische Länder haben unabhängig von der EU schon Einfuhrverbote eingeführt, doch ein verbindliches Verbot für alle EU Mitgliederstaaten wäre erstrebenswert, da es möglicherweise zu einem Ende der Robbenjagd führen wird.

Die Schweizer Kürschner verzichten zwar seit 1967 auf die Verarbeitung von Robbenfellen, doch entsendet Kanada seit einigen Jahren Lobbyisten nach Europa und in die Schweiz, um für Robbenprodukte zu werben. Bereits wird der Europäische Markt mit Omega3 Produkten aus Robbenöl überschwemmt. Deshalb setzt sich OceanCare dafür ein, dass die Schweiz sich auch für ein Handelsverbot mit Robbenprodukten ausspricht.

Fordern auch Sie von der europäischen Kommission ein Einfuhrverbot von Robbenprodukten, in dem Sie die von der Tierschutzorganisation „Humane Society International“ lancierte online Petition unterschreiben, um die Robben zu unterstützen. Falls Sie die Petition auch an Freunde weiterleiten möchten, klicken Sie hier. Vielen Dank!



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