OceanCare Cybernews

Ausgabe 2, März 2011

 

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Eine kleine Organisation, die Grosses bewirkt...

Die Probleme in den Ozeanen werden immer komplexer. Wie schafft es da eine Schweizer Organisation, bedrohte Meerestiere zu schützen? Erfahren Sie im Jahresbericht 2010, welche Verbesserungen OceanCare konkret durchsetzt.   

An der Wasseroberfläche schier endlose Weite. In der Tiefe der Ozeane ein geheimnisvoller, weitgehend unerforschter Lebensraum, der sich unserem Blick entzieht – nicht aber unserem Zugriff. 

Nie zuvor hat sich das Leben im Meer so negativ verändert, wie in den vergangenen Dekaden. Bedroht sind vor allem die Meeressäuger. Hier setzt OceanCare an. Mit Interventionen in internationalen Gremien stoppen wir  frühzeitig bedrohliche Entwicklungen, in Forschungsprojekten erarbeiten wir Grundlagen für Schutzmassnahmen und durch Aufklärungsarbeit machen wir Gegner zu Partnern.

Bahnbrechende Erfolge verzeichnete OceanCare 2010 bei der Regulierung des Unterwasserlärms, einer der grössten Gefahren für Wale und Delphine. Auch bei Erforschung und Schutz bedrohter Meeressäugerarten erzielten wir wesentliche Fortschritte.

Lesen Sie hier den Jahresbericht 2010


"Das Überleben der Meeressäuger ist bedroht, und die Regierungen scheinen unfähig oder unwillig zu sein, etwas dagegen zu unternehmen. Deshalb ist der Beitrag von OceanCare so wichtig".

Giuseppe Notarbartolo di Sciara, ehem. Vorsitzender Wissenschaftskomitee des Abkommens der Mittelmeer-Anrainerstaaten zum Schutz der Wale und Delphine.   


 

...braucht Ihre Unterstützung!

Es sind bewegte Zeiten. Akute Gefahren halten unser Denken in Schach. Und doch dürfen wir langfristige Ziele nicht aus den Augen verlieren. Die Ozeane sind Quelle und Basis allen Lebens auf dem blauen Planeten. Wir müssen es schaffen, sie als Lebensraum zu erhalten. 

Bei OceanCare erzielen wir mit geringem Aufwand umfassende Wirkung.
Investieren Sie jetzt mit einer Mitgliedschaft oder Spende gezielt in den Meeresschutz. 

Unsere Erfolge sind das Resultat Ihrer Solidarität!


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Walforschung: Noch wenige Plätze frei

Es gibt Menschen, die verbringen viel Zeit damit, Wale und Delphine zu erforschen. Ein Traumjob? Sehen Sie selbst. Bei OceanCare können Sie wochenweise mitforschen. Mit etwas Glück begegnen Sie den Meeressäugern vor der Küste Südfrankreichs in freier Wildbahn.

Freie Plätze gibt es noch vom 18.-24. Juni, 2.-8. Juli und 3.-9. September.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Wasser Mittelmeer
 


Japanische Tragödie: Wir fühlen mit

Erdbeben, Tsunami, radioaktive Verseuchung: Am 11. März ist Japan von einer Verkettung mehrerer Katastrophen getroffen worden, deren Folgen für die Umwelt – auf dem Land wie im Meer – nicht einmal ansatzweise absehbar sind. Das Leid, das die Menschen ertragen müssen, übersteigt jedes Vorstellungsvermögen.

Angesichts der Tragödie, die das japanische Volk in diesen Wochen erschüttert, verstummt die Stimme der Kritik. So deutlich die Worte sind, mit denen OceanCare die Tradition des Walfangs anprangert, so ehrlich und tief empfunden ist unser Mitgefühl für die Menschen, die ihr Leben, ihre Gesundheit, ihr Hab und Gut verloren haben. Angesichts der Bilder, die so schrecklich sind, dass man kaum hinschauen kann, und so eindringlich, dass man sich nicht abwenden darf, verneigen wir uns vor der Disziplin, mit der dieses Volk sein Schicksal trägt.

Dies ist nicht die Stunde der Anklage – es ist die Zeit der Klage.

Darum ist es uns ein Anliegen, Japan und seinen Menschen unseren Respekt und unser tief empfundenes Mitgefühl auszudrücken.

Das Meer, das mit der Tsunami-Welle so viel Leid über die Menschen gebracht hat, hat auch Unmengen von Zivilisationsschutt mit gespült – und damit selbst Schaden genommen. Darüber hinaus wird Radioaktivität mit dem Wind in den Pazifischen Ozean getragen. Über das Plankton kontaminiert diese unsichtbare und deshalb besonders unheimliche Gefahr die Körper von Meerestieren. Je nach Intensität kann die Strahlung deren Immunsystem schädigen, die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen, Tumore verursachen oder zum Tod führen.

Besonders gefährdet sind einmal mehr die Meeressäuger. Sie stehen am Ende der Nahrungskette. Bereits akkumulieren sich in ihnen Schadstoffe, wie Quecksilber. Nun steht zu befürchten, dass die Tiere durch radioaktive Strahlung zusätzlich belastet werden. Über Fische und Wale, die in Japan gegessen werden, schliesst sich ein fataler Kreis: Auf dem Teller bedroht die Gefahr wieder den Menschen.

OceanCare will im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu beitragen, dass die Folgen des Desasters für die japanischen Meeresgebiete gelindert werden können.

Es ist alles, was wir tun können. Es ist wenig – aber es ist nicht nichts.
 

 

OceanCare
Postfach 372, CH- 8820 Wädenswil
Tel. +41 (0)44 780 66 88
info@oceancare.org
www.oceancare.org

Seit 1989 setzt sich OceanCare für den Schutz der Meeressäuger und der Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie dem Engagement im Bereich der Gesetzgebung verschafft sich die Schweizer Organisation weit über die Landesgrenzen hinaus Gehör und setzt Verbesserungen durch.

Mit der Cybernews informieren wir Sie über Aktualitäten im Schutz der Meeressäuger. Ihre Adresse wird strikt vertraulich behandelt und garantiert nicht an Dritte weitergegeben. Selbstverständlich können sie die Cybernews jederzeit abbestellen.