OceanCare Cybernews

Ausgabe 9, September 2010

 

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Plastik: Zeit umzudenken – für uns alle!

Wer das YouTube-Video "Our Today is Forever" gesehen hat, ändert seine Einstellung zu Plastik. Garantiert. Was während Sekunden, Stunden oder Tagen in Gebrauch ist, besteht hunderte Jahre fort und belastet die Erde über Gebühr. Allein 6 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen Jahr für Jahr über die Flüsse in die Ozeane und zerfallen in kleinste Partikel. Meerestiere halten das blinkende Zeug für Nahrung und verhungern mit vollem Magen.

Im Nordpazifik hat sich aufgrund der Strömungen ein Müllstrudel von der Grösse Westeuropas gebildet. Er wiegt geschätzte drei Millionen Tonnen und übertrifft die regionale Menge des Planktons um das Sechsfache. Auch im Südpazifik, im Atlantik und im Indischen Ozean fahren Abfälle Karussell.

Sonne und Salzwasser zersetzen Plastik während Jahrzehnten bis Jahrhunderten in kleinste Partikel, welche wie Schwämme giftige Substanzen aufsaugen. Japanische Forscher fanden in Plastikteilchen Konzentrationen u.a. von DDT und PCB, die bis zu einer Million Mal höher waren als im umgebenden Wasser. Der Müll bedroht 267 Tierarten – darunter Meeressäuger, Seevögel, Schildkröten, Robben, Fische und Krebse. Plastik vergiftet ihr System, verstopft ihre Mägen oder legt sich als tödliche Schlingen um ihre Körper.

Täglich gelangt mehr Plastik in die Meere, ohne dass eine Technologie bekannt wäre, mit der das Wasser von Kunststoffpartikeln gereinigt werden könnte. Ein katastrophaler Trend.


Weitere Informationen:
"Our Today is Forever" - YouTube-Video (sehr empfehlenswert!)
Plastic Planet – Webseite zum Dokumentarfilm
"Plastikmüll, die kaum bekannte Katastrophe" – Artikel taucher revue



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Schlechte Gewohnheiten sind schneller entsorgt, als Plastik!

Vor allem Einweg-Plastik – produziert für ein bisschen Bequemlichkeit – stellt den Planeten vor enorme Probleme. In der Schweiz werden die meisten Plastikabfälle unter Freisetzung toxischer Substanzen verbrannt. Ein Teil gelangt aber auch über die Flüsse ins Meer.

Zeit, das eigene Konsumverhalten zu überdenken:

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Öl: Immer mehr Plastik – immer mehr Bohrungen

Rund sieben Prozent des weltweiten Öl- und Gasverbrauchs dienen der Herstellung von Plastik. Wie riskant Tiefsee-Bohrungen sind, haben wir erfahren.

Das Leck im Golf von Mexiko ist geschlossen. BP wäre es recht, wenn wir denken, die Krise sei damit ausgestanden – aber so ist es nicht. Ein Grossteil des ausgetretenen Öls ist im Meer verschwunden. Niemand weiss, was damit geschieht, und niemand kann die Schäden am marinen Ökosystem abschätzen. Tiefsee-Bohrungen bleiben ein unkalkulierbares Risiko. Sehen Sie hier ein eindrückliches YouTube-Video zur Katastrophe im Golf von Mexiko.

Ihre Stimme gegen immer riskantere Ölförderung:

Oceana-Petition: Fordern Sie Präsident Obama auf, Offshore-Bohrungen zu verbieten, geplante Bohrungen in der Tiefsee einzustellen und erneuerbare Energien zu fördern.

Petition von NRDC: Fordern Sie Präsident Obama auf, Ölbohrungen von Shell in der amerikanischen Arktis für mindestens sieben Jahre zu stoppen. 

WWF-Petition: Fordern Sie russische Öl- und Gaskonzerne auf, vor der Insel Sachalin während der Sommermonate, wenn die seltenen Grauwale dort ihre Nahrungsgründe aufsuchen, auf seismische Tests zu verzichten.





 

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