OceanCare Cybernews

Ausgabe 2, Februar 2009

 

Walfang-Harpune_Mark Votier

Ihre Stimme gegen den Walfang!

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts blühte das Geschäft mit Walprodukten. Ohne Rücksicht auf Verlust wurden die Meeresgiganten gejagt, getötet und innerhalb weniger Jahrzehnte beinahe ausgerottet. 1946 erkannten die Walfangstaaten, dass der Walfang reglementiert werden muss und gründeten die Internationale Walfangkommission (IWC). Als sich abzeichnete, dass sich die Walbestände nur langsam erholen, wurde der kommerzielle Walfang 1986 weltweit verboten.

Doch einige Staaten – allen voran Japan, Norwegen und Island – halten sich nicht an das Moratorium und haben seit dessen Inkrafttreten mehr als 30 000 Wale getötet. Heute, da die Gefahren in den Ozeanen massiv zunehmen, hängt die Zukunft bedrohter Walarten von jedem einzelnen Tier ab.

Der Walfang muss eingestellt werden.
Danke, dass Sie folgende Aktionen unterstützen:


 
Island: Rückendeckung für die neue Premierministerin

Als letzte Amtshandlung legte der abtretende Fischereiminister Einar K. Gudfinsson im Januar 2009 eine massive Erhöhung der Walfangquote fest. Bis 2013 sollten jährlich 150 bedrohte Finnwale und 100 Nördliche Zwergwale zum Abschuss freigegeben werden. Der Beschluss rief weltweit Unverständnis und Empörung hervor. Ende Januar dann war von der neuen Premierministerin Jóhanna Sigurdardóttir zu vernehmen, sie wolle den Walfang einstellen. Denn die Jagd auf Wale bedroht nicht nur die Meeressäuger, er gefährdet auch die Bemühungen vieler Isländer, die Präsenz der Tiere mit Walbeobachtungstouren friedlich zu nutzen. Das lukrative Whale Watching ist für die wirtschaftlich stark angeschlagene Insel wichtig.

Wird sich die Premierministerin gegen die starke Lobby isländischer Walfangbefürworter durchsetzen können? Stärken Sie ihr mit der Unterzeichnung eines Aufrufs unserer Partnerorganisation WDCS den Rücken. 
 


Färöer Inseln: Protest gegen Grindwal-Massaker

Am 7. August 2008 rief die Gesundheitsbehörde der Färöer Inseln dazu auf, kein Grindwal-Fleisch mehr zu essen. Die darin enthaltenen Quecksilber und PCB führen im menschlichen Organismus zu irreversiblen Schäden. Ein Ende der Grindwal-Massaker schien in Sicht. Doch bereits am 5. Januar 2009 wurden erneut 100 Grindwale in die Bucht der Siedlung Hvannasund getrieben und brutal getötet. Einwohner der nördlichen Gebiete der Färöer Inseln sollen in den „Genuss“ des Fleisches kommen. So sieht es eine Tradition vor, mit der vor Zeiten dafür gesorgt wurde, dass alle Färinger – ob arm oder reich – genügend Proteine erhalten. Heute ist dieser Brauch gefährlich und unnötig. Die Färöer Inseln gehören zu den reichsten Regionen Europas mit regem Nahrungsmittelimport.

Erheben Sie Ihre Stimme gegen das Grindwal-Massaker mit einem persönlichen Schreiben an:

Prime Minister's Office
Løgmansskrivstovan
Tinganes, P.O.Box 64, FO—110 Tórshavn, FAROE ISLANDS
info@tinganes.fo

Faroe Islands Tourist Board
Samvit—Faroe IslandsEnterprise
Bryggjubakki 12, P.O. Box 118, FO-110 Torshavn, FAROE ISLANDS
tourist@tourist.fo

Königlich Dänische Botschaft
Herr Botschafter Lars Møller
Thunstrasse 95
CH-3000 Bern 31
lmolle@um.dk




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