Ausgabe 5, März 2008
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Viele hegen den Wunsch, Delphine live zu sehen oder mit ihnen zu schwimmen. Delphinarien schiessen weltweit wie Pilze aus dem Boden. Das Geschäft ist lukrativ: Nach aktuellen Schätzungen werden pro Delphin in Schwimmprogrammen, Shows und Therapieangeboten jährlich mehr als eine Million Franken verdient.
Die Tiere bezahlen dafür einen hohen Preis:
Über die Schattenseiten des Delphinarien-Booms informiert OceanCare am Donnerstag, 20. März 2008, beim Paradeplatz in Zürich.
Fast alle Show- und „Therapie“-Delphine lebten einst wild und frei im offenen Meer, wo sie brutal gefangen und ihrem Familienverband entrissen wurden. Besonders grausam sind die Treibjagden vor Japans Küsten. Mehr als tausend Delphine werden beim japanischen Fischerdorf Taiji jedes Jahr in eine Bucht getrieben und getötet.
In Gang gehalten wird dieses Gemetzel von der Delphinarien-Industrie. Bis zu 180 000 Franken Prämie kassieren die Fischer für die prächtigsten Tiere. Sind die „Showstars“ abtransportiert, wird der Rest der Delphinfamilien mit Schlachterhaken und Messern getötet und zu Dosenfleisch, Düngemittel und Hundefutter verarbeitet.
Delphine bezahlen einen hohen Preis dafür, dass wir sie lieben wollen!
Wer sie wirklich mag, verzichtet auf den Besuch von Delphinarien.
OceanCare
Postfach 30, 8820 Wädenswil
Tel. +41 (0)44 780 66 88
info@oceancare.org
www.oceancare.org
OceanCare engagiert sich seit 1989 für den Schutz der Meeressäuger und der Ozeane. Die Gefahren, denen die Meeresbewohner ausgesetzt sind, nehmen massiv zu: Jagd, Überfischung, Lärm und Umweltzerstörung bedrohen die Zukunft der Tiere – und auch unsere. Mit Forschungsprojekten, Petitionen, Umweltbildungs- und Informationskampagnen und politischem Engagement verschafft sich OceanCare erfolgreich Gehör. Bei all ihren Aktivitäten strebt die Organisation eine kooperative und lösungsorientierte Zusammenarbeit an. Denn: Was uns alle angeht, können wir nur gemeinsam lösen.
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