OceanCare Cybernews

Ausgabe 14, August 2007

 

Pottwal_William_Rossiter_Ausschnitt

Was werden wir unseren Kindern sagen,
wenn es keine Wale mehr gibt?

Eine Frage, die der japanische Premierminister, Shinzo Abe, beantworten muss. Fordern wir ihn dazu auf, das internationale Walfangverbot zu respektieren und die Jagd auf Wale einzustellen! Denn auch künftige Generationen wollen die Welt noch mit den Walen teilen.

Seit 1986 ist die kommerzielle Jagd auf Wale weltweit verboten. Noch immer sind viele Bestände bedroht. Doch aller internationalen Kritik zum Trotz macht Japan weiterhin Jagd auf die Meeresriesen, auch auf stark bedrohte Arten wie Buckel- oder Finnwale. Im grossen Stil werden die Tiere unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Forschung getötet und landen zu Frisch- oder Dosenfleisch,  Düngemittel oder Hundefutter verarbeitet in den Gestellen japanischer Supermärkte.

Damit gefährdet Japan den Fortbestand der Wale und nimmt in Kauf, dass unsere Nachfahren diese nur noch aus Geschichtsbüchern kennen.

Es ist Zeit für eine Umkehr. Fordern auch Sie mit einer Protestkarte den japanischen Premierminister auf, sich für den Schutz der Wale einzusetzen. Protestkarten erhalten Sie kostenlos unter cybernews@oceancare.org oder Telefon +41 (0)44 780 66 88. Danke, dass Sie die Karten auch an Ihre Familie, Nachbarn, Freunde und Bekannten weitergeben!


Übrigens:
Mit dem Verkauf von Walfleisch gefährdet Japan auch die Gesundheit seiner Bevölkerung. Schadstoffe, die vom Menschen in die Ozeane geleitet werden, reichern sich über die Nahrungskette im Fleisch der Wale an. OceanCare und EIA (Environmental Investigation Agency) wiesen nach, dass die Grenzwerte u.a. für Quecksilber deutlich überschritten sind. In der Folge nahmen 3000 japanische Supermärkte das Walfleisch aus den Regalen.




 „Warum stranden Wale: Eine Detektivgeschichte“

Dokumentarfilm auf arte 

Teil 1: Di, 14. August, 19 Uhr (Wiederholung: Di, 21. August, 16.50 Uhr)
Teil 2: Mi, 15. August, 19 Uhr (Wiederholung: Mi, 22. August, 16.50 Uhr)


Immer wieder kommt es zu rätselhaften Strandungen von Walen, bei denen grosse Gruppen von Tieren verenden. Ein Dokumentarfilm geht der These nach, dass es militärische Sonare sein könnten, die für die Massenstrandungen verantwortlich sind.

Der erste Teil zeigt, wie die Wale leben, jagen und kommunizieren. Untersucht wird die Wirkungsweise der Sonare, die die Marine für die Jagd auf U-Boote in den Weltmeeren einsetzt. Der Verdacht erhärtet sich, dass militärische Sonare den qualvollen Tod der Wale verursachen könnten.

Der zweite Teil nennt stichhaltige Beweise dafür, dass die Strandung bestimmter Wale auf eine Verkettung von Umständen zurückgeht, an deren Anfang immer ein Sonareinsatz steht. Militärs und Politiker werden mit den zusammengetragenen Fakten konfrontiert.

OceanCare ist aufgrund des langjährigen Einsatzes für lärmfreie Ozeane zu einer Schlüsselstelle für Informationen zum Thema Unterwasserlärm geworden. Mit Hintergrundwissen hat OceanCare die Entstehung des Dokumentarfilmes unterstützt. 


 



Robbenportraet_klein_Urs_LuethiKanada klagt gegen Handelsverbot für Robbenfelle

Weltweit verdienen kanadische Jäger mit den Fellen brutal getöteter Robben rund achtzehn Millionen kanadische Dollar, wovon etwa fünf Millionen auf den europäischen Markt entfallen. Nun haben Österreich, Belgien, Deutschland, Luxemburg, Holland, Italien, und Kroatien ein permanentes Handelsverbot für Robbenprodukte erlassen. Das passt nicht ins kanadische Kalkül. Kanada fürchtet um den europäischen Markt und hat bei der Welthandelsorganisation (WTO) Beschwerde eingereicht.

In Europa wächst die Opposition gegen die kanadische Robbenjagd. Im September 2006 forderte das EU-Parlament die EU-Kommission auf, ein Handelsverbot auf europäischer Ebene zu beschliessen. Eine Initiative, die unter anderem von OceanCare, der Fondation Franz Weber und IFAW in Gang gesetzt wurde. Die EU-Kommission wies den Vorstoss zwar zurück, doch wird das Handelsverbot nun auf Länderebene verfügt. Für die Schweiz besteht kein solches Verbot, doch haben die Schweizer Kürschner bereits 1967 einen freiwilligen Verzicht auf Robbenfelle beschlossen, der noch heute in Kraft ist.  OceanCare wird sich dafür einsetzen, dass viele weitere Länder den Handel mit Robbenprodukten aufgeben.

Ahornblatt_Kanada 2007Kanada wäre gut beraten, das jährliche Blutbad auf dem Eis einzustellen, dass dem Ansehen des Landes beträchtlich schadet.

Auch Protestkarten an die kanadische Botschaft können Sie weiterhin bestellen unter cybernews@oceancare.org oder Telefon +41 (0)44 780 66 88.





Gewinnen Sie eine
Delphin-Patenschaft!

Vom 21.-23. August 2007 findet im Messezentrum Zürich die Schweizer Fachmesse für Marketing, Kommunikation, Events und Promotion (EMEX) statt. Vor Ort ist auch ein Sponsor von OceanCare: Translation Probst.

Das Übersetzungsbüro hat anlässlich der Messe einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem auch fünf Delphin-Patenschaften von OceanCare zu gewinnen sind. Wettbewerbstalons erhalten Sie direkt am Stand von Translation Probst (Halle 4, Stand 100). Aber auch online können Sie teilnehmen.  


 

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Der Schutz der Meeressäuger und der Weltmeere hat oberste Priorität. Auch in wirtschaftlich instabilen Zeiten. Jedes neue Mitglied hilft OceanCare sicher zu stellen, dass wichtige Projekte weitergeführt werden können. Aus mehr als 20 Jahren Erfahrung erkennen wir, wo und wie wir am schnellsten eine nachhaltige Verbesserung im Schutz der Weltmeere erzielen.

Helfen Sie uns, dieses wertvolle Wissen auch in kommenden Dekaden gezielt einzusetzen.
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