Ausgabe 12, Juli 2007
Ab ins kühle Nass! Nehmen Sie an der 51. Seeüberquerung Männedorf-Wädenswil teil und lassen Sie sich dabei von Verwandten, Freunden und Bekannten sponsern. Damit unterstützen Sie im Jahr des Delphins dringende Massnahmen, um den Gewöhnlichen Delphin im Mittelmeer vor dem Aussterben zu retten.
Organisiert wird die Seeüberquerung von der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG). Das Sponsoren-Schwimmen ist in diesen Anlass eingebettet und wird von OceanCare koordiniert.
Notieren Sie sich bereits jetzt den Termin. Nehmen Sie teil als Schwimmer/in oder unterstützen Sie die Schwimmenden als Sponsor/in! Nähere Informationen folgen anfangs August per Cybernews.
Bei Interesse können Sie sich bereits anmelden unter:
cybernews@oceancare.org, T +41 (0)44 780 66 88, F +41 (0)44 780 68 08.
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Silent Oceans: Dringender ProtestaufrufMitte Juli erteilte die oberste Meeresbehörde der USA einen Freibrief für die weltweite Gefährdung von Walen durch militärische Lärmemissionen.
Leistungsstarke Sonargeräte, mit denen die US Navy feindliche U-Boote orten kann, haben in der Vergangenheit verschiedentlich zu Walstrandungen geführt. In den USA ist es unter dem Marine Mammal Protection Act (MMPA) untersagt, Wale und Delphine durch menschliche Aktivitäten zu gefährden. Dank diesem Gesetz konnte der Einsatz von Sonaren zeitweise unterbunden werden. Doch der MMPA erlaubt Ausnahmen, wobei dann die Öffentlichkeit konsultiert werden muss. Dadurch kann das Genehmigungsverfahren bis zu zwölf Monate dauern. Die Konsultation im aktuellen Fall dauert aber nur gerade zehn Arbeitstage! Eine viel zu kurze Zeit, um die umfangreichen Dokumente zu studieren und fundiert zu kommentieren. Es scheint, dass sich die zum Schutz der Meere verpflichtete US Behörde von der US Navy instrumentalisieren lässt.
OceanCare geht gemeinsam mit WDCS und NRDC, sowie dem Netzwerk der Europäischen Koalition für lärmfreie Ozeane gegen die Genehmigung für Hochleistungssonare vor.
Bitte unterstützen Sie hier die Petition. Es sind nur noch wenige Tage übrig!
Kennen Sie die Dugong? Es sind Seekühe, die auch zu den Meeressäugern zählen. Dugong sind Verwandte der bekannteren amerikanischen Manati. Ursprünglich lebten Dugong an den Küsten Ostafrikas bis hin zu den Salomonen Inseln. Doch auch sie sind vom Aussterben bedroht. Da Seegras ihre Hauptnahrung ist, leben Dugong meist in flachen Buchten. Die zunehmende Küstenbesiedlung und der Rückgang ausgedehnter Seegrasgebiete werden ihnen zum Verhängnis.
Nur in wenigen Regionen sind Dugong noch anzutreffen. So beispielsweise im südlichen Teil des Roten Meeres. Von dort erreicht uns ein Hilferuf:
Im Süden Ägyptens werden öfters einzelne Dugong gesichtet. Ein Tier taucht regelmässig in der Bucht von Abu Dabab auf. Zwar wurde es unter Schutz gestellt, doch für seine Sicherheit wird wenig getan. Vor kurzem öffnete in der Bucht ein grosses Hotel seine Tore. Jährlich soll es rund 1200 Touristen beherbergen, die gemeinsam mit hunderten von Gästen aus den umliegenden Hotels in der Bucht schwimmen, schnorcheln und tauchen. Vor Ort lebt die Schweizer Biologin Yvonne Baldinini. Sie berichtet, dass die Touristen unzureichend über den Dugong informiert werden. Schnorchler fassen das Tier an, versuchen auf ihm zu reiten oder ziehen an seiner Schwanzflosse. Motorboote fahren Taucher direkt zum Dugong, dessen Körper voll Schrammen ist, die von Motorschrauben stammen. Die örtliche Umweltschutzorganisation HEPCA hat zwar eine Bojenschnur gesetzt, um wenigstens das Eindringen der Boote in die Bucht zu vermeiden, doch reicht dies zum Schutz des Tieres nicht aus.
Yvonne Baldinini bittet die Leser der Cybernews, die Verantwortlichen der Umweltbehörde Ägyptens per Email aufzufordern, Schutzmassnahmen für die Dugong umzusetzen.
Danke, dass Sie diesen seltenen Tieren Ihre Stimme leihen.
Im Binnenland Schweiz sind wir fernab vom Meer. Trotzdem haben unsere täglichen Aktivitäten einen Einfluss auf diesen Lebensraum. Achtzig Prozent der Meeresverschmutzung entsteht beispielsweise im Landesinnern.
Im Rahmen einer Semesterarbeit hat Andreas Baumann, angehender Umweltingenieur, mit Unterstützung von OceanCare eine Meeresquiz-Seite erstellt, worin der Zusammenhang zwischen unserem Lebensstandard und den Meeren beleuchtet wird. In den Quiz erfahren sie auch, was wir alle täglich für den Schutz der Meere tun können – denn viele kleine Aktivitäten können mehr bringen, als eine grosse Aktion im Jahr!
Wie gut wissen Sie über die Verschmutzung der Meere Bescheid? Und sind Sie sich bewusst, was Sie täglich für die Meeresbewohner tun könnten? Testen Sie Ihr Wissen unter: http://meeresquiz.oceancare.org/
„Spuren“ zum MeerDie aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Spuren – Magazin für neues Bewusstsein“ (Nr. 84, Sommer 2007) widmet sich dem Meer und seinen Bewohnern. Lesen Sie, was einen Greenpeace-Aktivisten bei seinem Einsatz auf den Ozeanen antreibt. Erfahren Sie, wie der Lachs wieder in Schweizer Gewässer zurückfindet. Ergründen Sie die Intelligenz im Verhalten grosser Tiergruppen und entdecken Sie das Meer in Literatur, Seelenleben und Spiritualität. „Spuren“ zum Meer ist jetzt an öffentlichen Verkaufsstellen erhältlich. OceanCare dankt der Redaktion für den kostenlosen Abdruck eines Inserates zum Jahr des Delphins.
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Die Welt verbessern. Wer setzt sich für die Rettung der Zahnradtomate ein? Was bedeutet das Kürzel 22september.ch? Wie erreiche ich die Veranstalter vom Red Hand Day? Wer verleiht wofür einen Preis namens BigBrotherAward? Und was kann ich für den Tierschutz tun? Die Antworten finden Sie im NGO-Handbuch. NGOs (non-governmental organisations) sind Nichtregierungsorganisationen, in denen sich Menschen für Frieden, Soziales, Umweltschutz und vieles andere engagieren. Über 400 Portraits solcher Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – darunter auch jenes von OceanCare – enthält das Nachschlagewerk von Greenpeace. Unentbehrlich für alle, denen gelebte Demokratie am Herzen liegt. Das NGO-Handbuch kann bestellt werden unter: http://www.greenpeace-magazin.de/magazin/home.php
OceanCare
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Tel. +41 (0)44 780 66 88
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www.oceancare.org
OceanCare engagiert sich seit 1989 für den Schutz der Meeressäuger und der Ozeane. Die Gefahren, denen die Meeresbewohner ausgesetzt sind, nehmen massiv zu: Jagd, Überfischung, Lärm und Umweltzerstörung bedrohen die Zukunft der Tiere – und auch unsere. Mit Forschungsprojekten, Petitionen, Umweltbildungs- und Informationskampagnen und politischem Engagement verschafft sich OceanCare erfolgreich Gehör. Bei all ihren Aktivitäten strebt die Organisation eine kooperative und lösungsorientierte Zusammenarbeit an. Denn: Was uns alle angeht, können wir nur gemeinsam lösen.
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