OceanCare Cybernews

Ausgabe 10, Mai 2007

 

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IWC 2007: Sanktionen dringend benötigt

Am Pfingstmontag beginnt in Anchorage/Alaska die Internationale Walfangkonferenz (IWC). Das Ringen um die Meeressäuger wird zäh, denn trotz des Walfangverbots weiten Japan, Norwegen und Island die Jagd auf Wale systematisch aus. Zunehmend sind auch stark bedrohte Walarten im Visier der Jäger. Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare, setzt sich vor Ort dafür ein, dass diesem Wildwuchs ein Ende bereitet wird. 

Die Internationale Walfangkommission steht der massiven Ausweitung des Walfangs bislang hilflos gegenüber. Es fehlen Möglichkeiten, um Vertragsbrüche zu sanktionieren. Seit Inkrafttreten des Moratoriums vor elf Jahren haben die Walfangländer rund 30'000 Wale getötet. In einer Studie zeigen OceanCare und Pro Wildlife, dass die IWC bei der Sanktionierungspraxis im Vergleich mit massgebenden internationalen Umwelt- und Fischereiabkommen schlecht abschneidet.

Aus Sicht des Tier- und Artenschutzes muss die Zahl getöteter Wale reduziert werden. Dies zu erreichen ist angesichts der verhärteten Fronten von Walfanggegnern und Walfangbefürwortern an der IWC eine schwierige Aufgabe. OceanCare fordert von der IWC eine härtere Gangart gegenüber unerlaubtem Walfang. Zudem muss alles daran gesetzt werden, dass das Walfangverbot, welches aufgrund des japanischen Stimmenkaufs zu fallen droht, weiterhin in Kraft bleibt. Nach wie vor bietet es die beste rechtliche Grundlage für einen effizienten Schutz der Wale.    
 
OceanCare nimmt an der IWC seit 1992 als einzige Schweizer Nichtregierungsorganisation die Interessen der Wale wahr und ist mit Akteuren und Regeln der Kommission bestens vertraut. Unterstützt wird sie dabei im Rahmen der Schweizer Walschutzkoalition vom Zürcher Tierschutz.

Eine Übersicht der bisherigen Initiativen von OceanCare an Konferenzen der IWC finden Sie hier.



Pilotwale_Foto_Julia_Massey_StewartReiseveranstalter fordern einen Stopp des Walfangs in Island

19 Reiseunternehmen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und England sprechen sich kurz vor Beginn der IWC in einer Stellungnahme klar gegen den isländischen Walfang aus. Sie folgen damit einem Aufruf der Walschutzorganisationen OceanCare und WDCS.
 
Island ist einer der besten Plätze für Walbeobachtung. Fast die Hälfte aller bekannten Wal- und Delphinarten besuchen die Gewässer rund um die Insel. Überschattet wird das Naturerlebnis jedoch durch den Walfang, der teilweise mitten in wichtigen Walbeobachtungsgebieten betrieben wird.

Die Reiseveranstalter erwarten negative Auswirkungen auf den Tourismus, sollte der Walfang nicht eingestellt werden. Island ist aufgerufen seine Haltung gegenüber den Walen zu überdenken.
 
Stellungnahme der Reiseveranstalter



Die isländische Wal-Fahrt geht weiter!

Will Island das Whale Watching wirklich zu Grabe tragen?

Mit Fahrrad und Sarg umrundet Bernhard Bechter von Globalance derzeit die Inselrepublik. Er appelliert an die einheimische Bevölkerung, den weit verbreiteten Ruf der beliebten Reisedestination als Land, das Natur und Tiere „schützt und verteidigt“, nicht zu gefährden und die Wale friedlich zu nutzen. Was das Team erlebt, kann unter http://www.whalewatchingfuture.info/ mitverfolgt werden.

Banner Island-AktionMit dieser symbolischen Aktion, die zeitgleich mit der Walfangkonferenz stattfindet, rufen OceanCare, WDCS und Globalance die isländische Regierung auf, den Walfang einzustellen. Island muss sich entscheiden, denn die zwei Konzepte – Waltötung und die Faszination, lebende Wale zu beobachten – stehen in klarem Widerspruch.

Flankiert wird die Aktion von Protestkarten an die Adresse der isländischen Regierung. Diese machen deutlich, dass Reisende die Bedenken bezüglich des Walfangs teilen.

Bestellen Sie jetzt Protestkarten bei OceanCare.


“Silent Oceans“ auf Radio DRS

Unter Mitwirkung von OceanCare hat Peter Jaeggi vom Schweizer Radio eine spannende Sendung zum Thema Unterwasserlärm erarbeitet:

Doppelpunkt: „Lärmhölle Ozean – Wie die akustische Meeresverschmutzung Wale tötet“

Schweizer Radio DRS 1
Donnerstag, 31. Mai 2007
20.00 – 20.40 Uhr

Schweizer Radio DRS 2
Freitag, 1. Juni 2007
15.00 Uhr – 16.00 Uhr




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Der Schutz der Meeressäuger und der Weltmeere hat oberste Priorität. Jedes neue Mitglied hilft OceanCare sicher zu stellen, dass wichtige Projekte realisiert werden können. Aus mehr als 20 Jahren Erfahrung erkennen wir, wo und wie wir am schnellsten eine nachhaltige Verbesserung im Schutz der Weltmeere erzielen. Helfen Sie uns, dieses wertvolle Wissen gezielt einzusetzen.

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