OceanCare Cybernews

Ausgabe 6, April 2007

 

Ahornblatt_Kanada 2007




Kanadas Robben bewegen sich auf dünnem Eis

Robbe_und_Schiff_Foto_AP
Erschlagen_einer_Robbe_2_Foto_AP
Blutende_Robbe_IFAW
Wieder suchen die Sattelrobben das Packeis im Nordosten Kanadas auf, um dort ihre Jungen zur Welt zu bringen. Eis finden sie wenig, dafür umso mehr Jäger, die ihnen nach dem Pelz trachten.

Anfang April hat die Robbenjagd erneut begonnen. 270'000 Jungtiere hat die kanadische Regierung zum Töten freigegeben. Dies sind 80'000 Tiere weniger als im vergangenen Jahr, aber immer noch eine horrende Zahl, insbesondere weil damit gerechnet werden muss, dass die meisten Robbenbabies aufgrund der miserablen Eiskonditionen ertrinken werden. Aufgrund des extrem warmen Winters hat sich das Eis am Sankt-Lorenz-Golf nur ungenügend gebildet.  

Wissenschaftler warnen: Die Robbenbestände sind durch die Jagd und die zunehmende Klimaerwärmung bedroht. Sie müssen geschont werden. Doch die kanadische Regierung will nicht einlenken. Sie hat zugelassen, dass seit 2003 fast 1.5 Millionen Robben für kommerzielle Zwecke getötet wurden.  

International wächst der Widerstand gegen das Robben-Massaker. Jede Stimme zählt! Fordern auch Sie mit einer Protestkarte an den kanadischen Botschafter, dass er seinen Einfluss dahingehend geltend macht, dass dem Massenschlachten endlich Einhalt geboten wird.

Protestkarten erhalten Sie unter: Tel. +41 (44) 780 66 88 oder info@oceancare.org


Ahornblatt_Kanada 2006


Bringen wir Kanadas Schattenseite ans Licht!

OceanCare kämpft für einen respektvollen Umgang mit den Robben:

Sattelrobbe_Jupiterimages
Eisrobbe_Waisenhausplatz_OceanCare
 


Robbenportrait_Urs_Luethi
Im Sommer 2006 unternahm OceanCare zusammen mit der Fondation Franz Weber einen Vorstoss, um die EU-Grenzen für Robbenprodukte zu schliessen. Im September forderte die Mehrheit der EU-Parlamentarier eine Verordnung für ein Verbot von Robbenprodukten aus Kanada. Die EU-Kommission wies diesen Vorstoss zwar ab, doch nun wird das Handelsverbot auf Länderebene verfügt: Belgien hat die Einfuhr von Robbenprodukten untersagt, in Deutschland, Italien und den Niederlanden ist ein solches Verbot ebenfalls geplant.

Seit 2003 hat OceanCare rund 400'000 Protestkarten an die Adresse der kanadischen Botschaft in Bern unter der Schweizer Bevölkerung verteilt. Die Kartenflut belegt, dass die Menschen in diesem Land das Gemetzel missbilligen; es beschädigt das Ansehen Kanadas massiv.

Bei wiederholten Treffen mit Vertretern der kanadischen Botschaft forderte OceanCare unverzügliche Schutzmassnahmen für die Tiere und bat um Prüfung wirtschaftlicher Alternativen zur Robbenjagd, beispielsweise im Bereich Tourismus.

Am Valentinstag 2005 liess OceanCare im Berner Stadtzentrum eine lebensgrosse Robbe in Eis hauen. Das Mahnmal für Hunderttausende getöteter Robben überbrachte sie Kanadas Botschafter zusammen mit einem Herz aus Eis als Symbol der Hoffnung, dass das Eis in den Herzen der zuständigen Politiker schmelzen möge.



Danke, dass auch Sie Ihre Stimme gegen das kanadische Robbenmassaker erheben!

 Protestkarten_OceanCare












 

Willkommen an Bord

Der Schutz der Meeressäuger und der Weltmeere hat oberste Priorität. Jedes neue Mitglied hilft OceanCare sicher zu stellen, dass wichtige Projekte realisiert werden können. Aus mehr als 20 Jahren Erfahrung erkennen wir, wo und wie wir am schnellsten eine nachhaltige Verbesserung im Schutz der Weltmeere erzielen. Helfen Sie uns, dieses wertvolle Wissen gezielt einzusetzen.

Werden Sie jetzt Mitglied von OceanCare!

 

OceanCare
Postfach 372, CH- 8820 Wädenswil
Tel. +41 (0)44 780 66 88
info@oceancare.org
www.oceancare.org

Seit 1989 setzt sich OceanCare für den Schutz der Meeressäuger und der Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie dem Engagement im Bereich der Gesetzgebung verschafft sich die Schweizer Organisation weit über die Landesgrenzen hinaus Gehör und setzt Verbesserungen durch.

Mit der Cybernews informieren wir Sie über Aktualitäten im Schutz der Meeressäuger. Ihre Adresse wird strikt vertraulich behandelt und garantiert nicht an Dritte weitergegeben. Selbstverständlich können sie die Cybernews jederzeit abbestellen.