Ausgabe 7, Mai 2006

Die Schlachtsaison auf dem kanadischen Packeis ist
abgeschlossen. Seit Ende März hat die kommerzielle Jagd 325’687 Sattelrobben
das Leben gekostet. Einmal mehr waren es vor allem Jungtiere unter drei
Monaten, die den Jägern nicht entkamen und einen furchtbaren Tod erleiden
mussten. Aufgrund der schlechten Eiskonditionen ist anzunehmen, dass zusätzlich
viele Robbenbabys im Eis eingebrochen und ertrunken sind.
In Kanada warnen Wissenschaftler ihre Regierung davor, dass die Dezimierung der
Robben drastische Konsequenzen für das marine Ökosystem haben kann. Doch das
kanadische Fischereiministerium schenkt ihnen kein Gehör und verfolgt einen
harten Kurs.
2006 haben die Proteste gegen das grösste Massaker an Meeressäugern zugenommen und mit Paul Mc Cartney, Pamela Anderson und Brigitte Bardot prominente Unterstützung erhalten. Die Nervosität unter den Jägern war gross. Augenzeugen, die die Jagd vor Ort dokumentieren wollten, unter anderem die Fondation Franz Weber, wurden massiv bedroht. Sehen Sie dazu die Sendung Reporter von SF DRS am 16. Mai 2006, 11.30 Uhr. Um unbequeme Berichterstattung aus den Jagdgebieten zu unterbinden, überlegt sich die kanadische Regierung künftig unabhängige Beobachter vom Eis zu verbannen.
Der Protest geht weiter:
Weitere Hintergründe zur Robbenjagd finden Sie im eben
erschienenen Artikel aus dem Magazin Drehscheibe Bern.

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OceanCare engagiert sich seit 1989 für den Schutz der Meeressäuger und der Ozeane. Die Gefahren, denen die Meeresbewohner ausgesetzt sind, nehmen massiv zu: Jagd, Überfischung, Lärm und Umweltzerstörung bedrohen die Zukunft der Tiere – und auch unsere. Mit Forschungsprojekten, Petitionen, Umweltbildungs- und Informationskampagnen und politischem Engagement verschafft sich OceanCare erfolgreich Gehör. Bei all ihren Aktivitäten strebt die Organisation eine kooperative und lösungsorientierte Zusammenarbeit an. Denn: Was uns alle angeht, können wir nur gemeinsam lösen.
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