OceanCare Cybernews

Ausgabe 5, März 2006

 

Die Meerestiere brauchen Ihre Stimme!

 Hand_mit_Seaturtle

SOS Seaturtles: Helfen Sie, die letzten Zeugen der Urzeit zu retten




200 Millionen Jahre haben Meeresschildkröten auf dem blauen Planeten gelebt. Jetzt sind sie vom Aussterben bedroht. Obwohl sie geschützt sind, werden weltweit noch jährlich über 100'000 Tiere für den Handel getötet. Unzählige Meeresschildkröten verenden zudem in Schleppnetzen oder gehen an der Vergiftung der Meere ein. Und auf wichtigen Brutplätzen tummeln sich heute Touristen.   

Allein in Bali wurden bis 2001 jedes Jahr 25'000 Meeresschildkröten getötet. In den Handel gelangten das wertvolle Schildpatt, das Fleisch und die Eier, die in Asien als Aphrodisiakum gelten. Der Markt brach ein, als die Organisationen „Seaturtle Bali“ und die indonesische „Pro Fauna“ das Schildkröten-Schlachten zum Politikum machten: Auf ihre Initiative hin erhoben zehntausende Europäer ihre Stimme gegen die Ausbeutung der Meeresschildkröten und machten deutlich, dass dies dem Bild der Ferieninsel schadet. Die Behörden lenkten ein. Die Polizei ging gegen Jäger und Händler vor und die lokale Presse informierte über die Bedrohung der Meeresschildkröten. Es gelang, die Zahl der getöteten Tiere auf jährlich 3'000 zu reduzieren.

Trotz wiederholter Polizeiaktionen ist der millionenschwere Handel mit Produkten von Schildkröten inzwischen wieder aufgeblüht. Es ist an der Zeit, den balinesischen Behörden bewusst zu machen, dass wir die Schildkröten nicht vergessen haben. Die Sonneninsel braucht den Tourismus und alles, was dem Ansehen der Reisedestination schaden könnte, wird ernst genommen. Nutzen wir dies als Chance für die Meeresschildkröten!

OceanCare unterstützt die neu lancierte Kampagne von „Seaturtle Bali“.
Bitte geben Sie den Meeresschildkröten Ihre Stimme unter www.sos-seaturtles.ch


Erfolgsmeldung: Mexiko zieht Konsequenzen aus dem Skandal um Solomonen-Delphine

Im Juli 2003 rief OceanCare zum Protest gegen die grösste Delphin-Fangaktion aller Zeiten auf. Auf den Solomonen-Inseln hatten Fischer im Auftrag ausländischer Delphinhändler mehr als 200 Delphine eingefangen. Als bekannt wurde, dass 30 Tiere in einen mexikanischen Vergnügungspark verfrachtet wurden, appellierte OceanCare im Verbund mit internationalen Organisationen an die Behörden Mexikos, keine Bewilligungen für Delphin-Importe mehr auszustellen.

Nun hat Mexiko die Konsequenzen aus dem Solomonen-Skandal gezogen und den Import und Export von Delphinen verboten. Ein wichtiges Zeichen für den Schutz der Meeressäuger in einer Zeit, wo Delphinarien wie Pilze aus dem Boden schiessen.

Allen, die sich im Sommer 2003 am Protest beteiligt haben, danken wir herzlich!


Protestkarte_OceanCare

Der Widerstand gegen das japanische Delphin-Massaker geht weiter!

Der Protest gegen die japanische Delphin-Treibjagd ist weltweit in 30 Ländern in Gang. Die beteiligten Organisationen sammeln gemeinsam Unterschriften gegen das Massaker. Unterzeichnen Sie hier die Globale Petition! Auch Protestkarten an den japanischen Botschafter in Bern können weiterhin bestellt werden unter info@oceancare.org oder Telefon 044 780 66 88.

Haben Sie Freunde oder Bekannte, die sich ebenfalls für die Meeressäuger einsetzen wollen? Dann senden Sie diese Cybernews bitte weiter. Herzlichen Dank!


Mitgliedschaft

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Die Zeit drängt.
 Helfen Sie uns, Wale, Delphine und Robben noch effizienter zu schützen.

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Tel. +41 (0)44 780 66 88
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OceanCare engagiert sich seit 1989 für den Schutz der Meeressäuger und der Ozeane. Die Gefahren, denen die Meeresbewohner ausgesetzt sind, nehmen massiv zu: Jagd, Überfischung, Lärm und Umweltzerstörung bedrohen die Zukunft der Tiere – und auch unsere. Mit Forschungsprojekten, Petitionen, Umweltbildungs- und Informationskampagnen und politischem Engagement verschafft sich OceanCare erfolgreich Gehör. Bei all ihren Aktivitäten strebt die Organisation eine kooperative und lösungsorientierte Zusammenarbeit an. Denn: Was uns alle angeht, können wir nur gemeinsam lösen.

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