Ausgabe 14, Oktober 2005
Seit 16 Jahren investiert OceanCare in die Zukunft der Ozeane, verschafft sich international Gehör und setzt Verbesserungen der Lebensbedingungen für Wale, Delphine und Robben durch. Wertvolle Informationen laufen bei der Schweizer Organisation zusammen. Unter www.oceancare.org sind sie öffentlich zugänglich:
Befassen Sie sich in Beruf oder Ausbildung mit Meeressäugern? Individuell dokumentiert OceanCare Politiker, Journalisten, Tourismusfachleute, Wirtschaftsvertreter, Umweltverbände, Diplomanden, Kinder und Jugendliche über die Tiere und ihren Lebensraum sowie über deren Gefährdungen und entsprechende Schutzmassnahmen. Anfragen unter info@oceancare.org.

Lärmangriff auf die Ozeane
Mit der Kampagne ‚Silent Oceans’ geht die Tier- und Umweltschutzorganisation OceanCare gegen die Lärmverschmutzung der Ozeane vor. Als Initiantin der Europäischen Koalition für lärmfreie Ozeane war sie 2004 massgeblich an der Ausarbeitung einer EU-Resolution für ein Moratorium der Militärsonare beteiligt, die im Europaparlament angenommen wurde. OceanCare hat auch durchgesetzt, dass die Lärmbedrohung der Meeressäuger in die Traktandenliste wichtiger internationaler Gremien, u.a. der UN, Eingang fand.
Engagement für die Wale
An der Internationalen Walfangkonferenz (IWC) nimmt OceanCare seit 1992 als einzige Schweizer Organisation die Interessen der Wale wahr. Walfangländer wie Japan, Norwegen und Island verstärken den Druck, um eine Wiederaufnahme der kommerziellen Jagd durchzusetzen. OceanCare engagiert sich für die Aufrechterhaltung des Walfangmoratoriums, indem sie heikle Themen wissenschaftlich aufbereitet und in die Diskussion einbringt.
Japans Delphin-Massaker muss enden!
Im Rahmen international koordinierter Proteste organisiert OceanCare Widerstand gegen die japanische Treibjagd auf Delphine. Mit mächtigen Trommelklängen rief sie im Oktober 2005 beim Zürcher Paradeplatz zum Widerstand gegen eine Jagd auf, aus der sich die internationale Delphinarien-Industrie für teures Geld Nachschub an „Show-Stars“ beschafft. Jene Tiere, die sich dafür nicht eignen – etwa 1000 pro Jahr – werden in den Treibjagden brutal abgeschlachtet. 100 000 Protestkarten an die Adresse der Japanischen Botschaft hat OceanCare bereits in der Schweiz verteilt.
Wenn schon Thon, dann ohne Delphin
2001 führte OceanCare die Garantiemarke ‚Dolphin Safe’ des Earth Island Institute in der Schweiz ein und erreichte, dass die Grossverteiler sich der Aktion anschlossen. Heute stammen rund 90 Prozent der hierzulande verkauften Thonkonserven aus Delphin-freundlicher Fischerei.
Schutz für bedrohte Arten
Seit 2004 beteiligt sich OceanCare im Mittelmeer an dringenden Forschungsarbeiten zum Schutz des Gewöhnlichen Delphins. OceanCare hat einen Massnahmenplan entwickelnt, der die akut vom Aussterben bedrohte Art retten soll und im Herbst 2004 den Mittelmeer-Anrainerstaaten vorgestellt wurde.
Forschungsprojekt im Mittelmeer
Seit 1997 setzt sich OceanCare für die Erforschung der Lebensweise von Walen und Delphinen im Mittelmeer ein. Damit werden internationale Bestrebungen zur Erarbeitung konkreter Schutzmassnahmen unterstützt. Mit dem Projekt leistet OceanCare auch einen wichtigen Beitrag an die Umweltbildung, indem bei den Teilnehmenden an Bord des Forschungsschiffes Verständnis für die Ökologie der Ozeane gefördert wird.
Whale Watching – mit Vorsicht und Rücksicht
Mit einer Informationskampagne orientiert OceanCare über Risiken und Chancen der Walbeobachtung und zeigt, wie Whale Watching-Törns verantwortungsvoll und behutsam durchgeführt werden können. Die Aktion wird von namhaften Schweizer Reiseveranstaltern unterstützt.
Kanadische Robbenjagd
300 000 Protestkarten hat OceanCare in der Schweiz verteilt und an die kanadische Botschaft weiterleiten lassen, um diesen Skandal anzuprangern. Im Februar 2005 wurde in Bern öffentlich eine lebensgrosse Robbe aus Eis gehauen und zusammen mit einem Eisherz dem kanadischen Botschafter übergeben. Im Mai 2005 deponierte OceanCare bei der Botschaft konkrete Forderungen sowie eine von zwanzig Schweizer Prominenten unterzeichnete Protestnote gegen das Massaker.
Delphinarien – wo Tiere zu Clowns werden
Delphine gehören nicht in enge Becken oder Buchten, sondern in die Weite der Ozeane. 1989 protestierte OceanCare erfolgreich gegen den geplanten Bau eines Delphinariums in Martigny. 1998 verhinderte die Organisation in Jamaika die Ausfuhr von zwei wildgefangenen Delphinen für Knies Kinderzoo. Die Tiere behielten ihre Freiheit, Knie gab die Delphinhaltung auf. Auf Druck von OceanCare verzichtete das Delphinarium Conny-Land 1999 auf neue Delphinimporte und musste seine Anlage ausbauen.
OceanCare
Postfach 372, CH- 8820 Wädenswil
Tel. +41 (0)44 780 66 88
info@oceancare.org
www.oceancare.org
Seit 1989 setzt sich OceanCare für den Schutz der Meeressäuger und der Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie dem Engagement im Bereich der Gesetzgebung verschafft sich die Schweizer Organisation weit über die Landesgrenzen hinaus Gehör und setzt Verbesserungen durch. Mit der Cybernews informieren wir Sie über Aktualitäten im Schutz der Meeressäuger. Ihre Adresse wird strikt vertraulich behandelt und garantiert nicht an Dritte weitergegeben. Selbstverständlich können sie die Cybernews jederzeit abbestellen.