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Lärm verantwortlich für Walstrandung im Mittelmeer?

Am 30. November kam es erneut zu einer Strandung von 3 Schnabelwalen im Mittelmeer.

Eine sogenannte atypische Strandung von drei Cuvier-Schnabelwalen erfolgt am Mittwoch, den 30.November 2011 auf der griechischen Insel Corfu. Ein Tier verendete, der Zustand zweier weiterer Tiere ist unbekannt, da Versuche unternommen wurden, die Wale wieder aufs Meer zu geleiten. Die Ursache der Strandung ist unklar, jedoch berichten unterschiedliche Personen vor Ort, inklusive Fischer, von Lärmemissionen in 10 bis 15 Sekunden Abständen.

Cuvier Schnabelwale sind Tieftaucher und gelten im Mittelmeer als gefährdet. Die Region in der die Strandung erfolgte gilt für Gemeine Delfine und andere Walarten als wichtiger Lebensraum. Strandungen dieser tieftauchenden Wale standen in der Vergangenheit mehrfach in direktem Zusammenhang mit dem Einsatz intensiver Lärmquellen. Die von OceanCare mitentwickelten Richtlinien für die Limitierung von Unterwasserlärm im Mittelmeer beinhalten an die Anrainerstaaten eine Empfehlung, Schnabelwale nicht mehr als 140 db auszusetzen. War vor weniger als einer Woche bei der Bonner Konventionstagung die bessere Schutzstellung von Cuvier-Schnabelwalen empfohlen und die Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen vor jeglichem Einsatz von Unterwasserlärm beschlossen worden, so zeigt der Vorfall, dass zwischen Theorie und Praxis noch eine grosse Kluft ist.

OceanCare fordert gemeinsam Forschern im Mittelmeer eine vollständige Untersuchung der Geschehnisse und hofft eine transparente Kommunikation mit der griechischen Regierung zu den Vorfällen.

Ein Vorfall mehr der zeigt, wie wichtig auch Janices Projekt ist, um auf die Unterwasserlärmproblematik aufmerksam zu machen.

Bitte unterstützen Sie weiterhin die Arbeit von OceanCare zur Reduktion des Unterwasserlärms in den Weltmeeren.



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