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Düstere Aussichten für den König der Arktis
Online-Spot mit Hannes Jaenicke
Jeder weiss es: Dem Eisbär schmilzt der Lebensraum weg. Wissenschaftler befürchten, dass die Eisbärenbestände bis 2050 allein aufgrund des Klimawandels um 70 Prozent zurückgehen werden. Bisher wenig bekannt ist, dass jedes Jahr Hunderte Eisbären abgeschossen werden – ganz legal. Auf diese Bedrohung weist nun der Umweltaktivist und Schauspieler Hannes Jaenicke in einem neuen Spot hin, mit dem er die Arbeit der Umweltorganisationen OceanCare und Pro Wildlife unterstützt. „Unbegreiflich, dass Regierungen weiterhin die Jagd auf eine vom Aussterben bedrohte Art genehmigen“ sagt Jaenicke. Er fordert die kanadische Regierung auf, endlich die Jagd auf den bedrohten König der Arktis zu verbieten.
Wissenschaftler und Artenschützer sehen schwarz für die Zukunft des weissen Bären: Maximal 20 000 bis 25 000 Tiere gibt es weltweit noch. Mit dem Abschmelzen des Packeises verlieren Eisbären Kinderstube und Jagdrevier. In Kanada sind sieben der 13 Eisbärpopulationen bereits dezimiert – dennoch werden für diese Bestände weiterhin Abschussquoten vergeben. Mit einem neuen Videoclip wollen der Schauspieler und die Artenschutzorganisationen auf diesen Missstand hinweisen. Ziel ist es, dass die kanadische Regierung endlich handelt und Trophäenjäger und Fellhändler diese aussterbende Art nicht mehr bejagen dürfen.
40 000 Euro für einen Eisbärenabschuss
Ungeachtet des schwindenden Lebensraumes vergeben vor allem Kanada und Grönland weiterhin Quoten für den Abschuss von Eisbären. Tierschützer schätzen, dass jährlich mehr als tausend dieser Tiere getötet werden, davon allein fast 700 in Kanada. Europäische Jagdreiseveranstalter bieten für etwa 40 000 Euro einen Eisbären in Kanada zum Abschuss an. Zudem boomt der Handel mit Fellen. Kanadische Auktionshäuser berichten, die Nachfrage habe stark zugenommen. Andere Länder haben die Bedrohung erkannt und bereits Schutzmassnahmen ergriffen. „Norwegen verbietet längst die Jagd auf die letzten Eisbären. Und die USA, früher Hauptabnehmer für Eisbärentrophäen aus Kanada, verbieten seit 2008 die Einfuhr dieser bedrohten Art. Doch Trophäenjäger aus Europa dürfen in Kanada weiterhin Polarbären töten, wenn sie nur genug zahlen“, sagt Daniela Freyer von Pro Wildlife.
Weiter zurückgedrängt wird der Eisbär auch, weil die schmelzende Arktis nun für Ölfirmen attraktiv wird: Es locken gewaltige Öl- und Gasvorkommen. „Es sieht schlecht aus für den König der Arktis“, sagt Sigrid Lüber von OceanCare. „Wollen wir diese Art erhalten, bedarf es eines umfassenden Jagdverbotes und einer strikten Regulierung sämtlicher menschlicher Aktivitäten in der Arktis. Alles andere ist zu wenig.“
Sehen Sie hier den Online-Spot mit Hannes Jaenicke zum Schutz des Eisbären. OceanCare und Pro Wildlife bedanken sich bei Hannes Jaenicke und TANGOFILM für die kostenlose Produktion des Spots.
Unterstützen Sie unser Forderung: Appellieren Sie hier an die kanadische Regierung, die Jagd auf Eisbären einzustellen.
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