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Internationales Walfangverbot bleibt in Kraft
Die Vertragsstaaten der Internationalen Walfangkommission (IWC) haben an der Jahrestagung vom 21. – 25. Juni 2010 in Agadir, Marokko den Kompromissvorschlag zum Walfang abgelehnt. Dieser hätte seit in Kraft treten des Walfangmoratoriums 1986 erstmals wieder offizielle Quoten für den kommerziellen Walfang genehmigt und die Jagd auf bis zu 1.400 Wale jährlich erlaubt. Die Quoten wären an Japan, Island und Norwegen vergeben worden und hätten diese Walfangländer für ihr jahrelanges Ignorieren des Walfangverbots belohnt.
Kritisiert wurde der Kompromiss, weil er die Jagd auf bedrohte Walarten wie Sei- oder Finnwale vorsah und Walfang in Schutzgebieten erlaubt hätte. Die Diskussion drehte sich auch um den Handel mit Walfleisch. Vor allem Island fand es inakzeptabel Walfleisch nur national zu verkaufen, weil es sich Millionengewinne aus den Exporten nach Japan verspricht. Der Kompromissvorschlag ist gescheitert, aber nicht ganz vom Tisch. Im 2011 sollen die Verhandlungen weitergeführt werden.
OceanCare ist erleichtert, dass das Walfangverbot erhalten bleibt, denn es bietet Walen immer noch den besten Schutz.
Das Walfangabkommen stammt aus dem Jahr 1946 und sollte sich 64 Jahre später unbedingt modernisieren und zu einem Walschutzabkommen entwickeln. Wale sind zunehmend durch Umweltgefahren, Meeres- und Unterwasserlärmverschmutzung, Fischerei, Beifang, Kollisionen mit Schiffen, Klimaveränderung und vielem mehr gefährdet. Diesem Umstand muss unbedingt Rechnung getragen werden. Im Wissenschaftsausschuss der IWC sind die weltweit besten Wissenschaftler vertreten; ein Gremium, das sinnvoller eingesetzt werden kann als zum Errechnen von Fangquoten.
Auch ist hinlänglich bekannt, dass Walfleisch stark mit Schadstoffen belastet ist und sich nicht für die menschliche Ernährung eignet. Die Walfangländer sind gefordert, ihre Verantwortung gegenüber der Bevölkerung wahrzunehmen und über das Risiko des Walfleischkonsums zu informieren.
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