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Buckelwale erhalten Aufschub vor Bejagung

Beim interimistischen Treffen der Internationalen Walfangkommission (IWC), das am 4.März 2010 in Florida stattfand erhielten die Buckelwale vor Grönland erneut Aufschub vor Bejagung. Grund für die wenige Wochen dauernde Gnadenfrist ist, dass nicht genügend Mitgliedsstaaten anwesend waren, um eine beschlussfähige Mindestanzahl zu stellen. Die Schweiz nahm an diesem interimistischen Treffen auch nicht teil.
 
Viele Staaten, insbesondere Schweden und die USA, versuchten in den vergangenen Woche nach allen Regeln der Kunst, den Weg für diesen von Walschützern heftig kritisierten dänischen Antrag zu ebnen. Insbesondere die Europäische Union versank in den letzten Tagen in einem internen Verhandlungsdilemma, da die Mitgliedsstaaten sich nicht auf eine einheitliche Position einigen konnten. Dies war jedoch auch abzusehen, da Dänemark als Antragsteller hier klar einen solchen Konsens verhinderte. Überlegen muss sich der starke europäische Block sicherlich in Hinkunft, ob man flexibler in Verhandlungen treten kann.
 
Nicolas Entrup, von Ocean Cares Partnerorganisation WDCS war vor Ort und meint: “Die Freude über das Ergebnis ist begrenzt, denn der Antrag bleibt zur Abstimmung bei der im Juni stattfindenden Jahrestagung der IWC am Tisch. Und alle Zeichen stehen ganz klar für eine Genehmigung der Jagd auf Buckelwale“.
 
Im Vorfeld der interimistischen Tagung verhandelte eine Arbeitsgruppe der IWC (Small Working Group) über einen Kompromissvorschlag über die Zukunft der IWC. Dieser bereits seit zwei Jahren andauernde Prozess ist einerseits verständlich, da man einen Ausweg aus den verhärteten Fronten – Walschutz- und Walfangseite – finden sollte. Andererseits ist es Ocean Care, der WDCS und anderen NGOs wichtig, dass der umfassende Schutz von Walen vor Bejagung als Prämisse nicht aufgegeben werden darf. Jegliche Form der Legalisierung des Walfangs wäre ein Rückschritt aus Sicht des Walschutzes.
 
In Florida wurde nun neben dem Abtasten der Staaten zu den einzelnen Punkten und das Einbringen eines Alternativvorschlages durch Australien, ein Zeitplan für die Vorbereitungen des Kompromissvorschlages bis zur Jahrestagung in Marokko im Juni 2010 festgelegt.
 
Ocean Care verfolgt die Diskussionen und hofft auf einen konstruktiven Beitrag der Schweiz im Sinne des Walschutzes. Ob und wie dieser erfolgt, darüber werden wir Sie in den kommenden Wochen auf dem Laufenden halten.



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