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Neue Robben-Motion eingebracht

Oskar Freysinger hat ein Herz für die Robben

Der Walliser Nationalrat, den Vera Weber von unserer Partnerorganisation Fondation Frnz Weber für die Sache der Robben gewinnen konnte, reicht heute eine von 60 Parlamentariern aus allen Parteien mit unterzeichnete Motion ein, die auf dem EU-Gesetzestext betreffend das Einfuhr- und Handelsverbot von Produkten aus der kanadischen Robbenjagd gründet.

Freysinger will damit den gefährlichen Vorstoss der Ständeratskommission für Kultur, Wissenschaft und Bildung korrigieren, die in ihrer eigenen, vom Bundesrat unterstützten Motion ein Embargo ablehnt und statt dessen eine simple « Regulierung betreffend den Handel mit Produkten aus der Robbenjagd » verlangt.

Die Motion der WBK-S (09.3739) erweckt den Anschein, den Tierschutz in den Vordergrund zu stellen, bewirkt aber das Gegenteil. Würde diese Motion angenommen, könnten die Produkte aus der kanadischen Robbenjagd ganz offiziell und mit dem Stempel der Eidgenossenschaft in die Schweiz eingeführt werden. In der Tat will die WBK-S den Handel mit Robbenprodukten wohl verbieten, jedoch mit einer entscheidenden Ausnahme: Wenn „die Produkte aus einer staatlich bewilligten und kontrollierten, nachweislich unter Einhaltung der massgeblichen Tierschutzstandards erfolgten Jagd stammen“, können sie in die Schweiz eingeführt werden.
 
Ausgerechnet die kanadische Robbenjagd würde unter diese Klausel fallen. Sie ist vom kanadischen Staat bewilligt und angeblich «kontrolliert». Doch wie unzählige Videodokumente beweisen (das letzte datiert aus diesem Jahr), ist diese Jagd unkontrollierbar und von Natur aus grausam. Erwiesenermassen werden die Tiere oft noch lebend und bei Bewusstsein gehäutet und die blutigen Körper nachher auf dem Eis liegengelassen. Sollte die Motion der WBK-S angenommen werden, so würde sie im Verein mit dem unfehlbar einsetzenden Druck der Pelzindustrie in der Schweiz einen Markt wieder aufleben lassen, der seit mehreren Jahren erloschen ist. 
Angesichts dieser Tatsachen und der konkreten Beweise fortschreitender Grausamkeit gegenüber Tieren, sowie erwiesenen Unmöglichkeit der Kontrolle wählt Freysinger die einzige pragmatische Lösung der Stunde: ein klares und kompromissloses Verbot des Handels mit Robbenprodukten in der Schweiz. Die traditionelle Jagd der « Inuit », die das ganze erlegte Tier verwerten, ist hier nicht betroffen.
 
Zur Information: Am kommenden 24. September 2009 werden die Motion der WBK-S „Regulierung des Handels mit Produkten aus der Robbenjagd“ (09.3739) sowie die Motion Aeschbacher „Kein Handel mit Produkten aus kanadischer Robbenschlächterei“ (08.3432) im Ständerat behandeln. Die WKB-S hatte die Motion Aeschbacher Anfang Jahr abgelehnt und eine Gegenmotion eingereicht.



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