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Handelsverbot mit Robbenprodukten bald auch in der Schweiz?

Nachdem der Bundesrat am 10. September die Motion für ein Handelsverbot für Robbenprodukte in der Schweiz zur Annahme empfohlen hat, wurde sie am 3. Oktober vom Nationalrat angenommen.

OceanCare freut sich sehr über den positiven Entscheid des Nationalrats und hofft, dass der Ständerat die Motion auch annehmen wird.

Im Frühling 2008 hat OceanCare sich für Parlamentarische Initiative eingesetzt und durfte Nationalrat Ruedi Aeschbacher bei der Ausarbeitung der Motion mithelfen. Die von 13 Mitgliedern des Schweizer Parlaments unterzeichnete Motion wurde in der Sommersession eingereicht und hat bereits im September mit der Unterstützung des Bundesrats die erste und Anfangs Oktober die zweite Hürde im Nationalrat hinter sich gebracht.

OceanCare setzt sich für ein Handelsverbot mit Robbenprodukten aus der kanadische Robbenjagd ein, weil dringend Handlungsbedarf angezeigt ist.

Die Schweizer Kürschner verzichten zwar seit 1967 auf die Verarbeitung von Robbenfellen, doch entsendet Kanada seit einigen Jahren Lobbyisten nach Europa und in die Schweiz, um für Robbenprodukte zu werben. Bereits gelangen Omega3 Produkte auf Basis von Robbenöl aus Kanada auf den Schweizer Markt.

Jahr für Jahr von März bis April werden in Kanada Hunderttausende von Robben getötet. Da vor allem das Fell für die Jäger von Interesse ist, werden hauptsächlich zwischen 3-4 Wochen alte Jungtiere, so genannte „beaters“, getötet, die ihr weisses Babyfell schon verloren haben.

Auch in Europa regt sich immer mehr Widerstand. Die EU droht den Import aller Robbenprodukte aus Kanada zu verbieten. Einige europäische Länder, darunter Belgien und Holland, haben unabhängig von der EU bereits Einfuhrverbote in Kraft gesetzt.



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