LAUFENDE PROJEKTE
Guinea-Bissau
Schutzprojekt für Afrikanische Manati
Die Weltnaturschutzorganisation IUCN listet Afrikanisch Manati als „gefährdete Art“ auf. Die Population, deren Verbreitungsgebiet sich entlang der westafrikanische Küste erstreckt, wird auf weniger als 10‘000 Tiere geschätzt.
Manati sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Viele Tiere verfangen sich in Fischernetzen, verletzen sich oder ertrinken. Ihre Lebensräume verkleinern sich. Immer mehr Küstenabschnitte und Flussufer werden verbaut. Mangrovenhaine, die Erholungsräume der Manati, werden gerodet. Flussarme, in welche die Tiere wandern, werden durch Wasserstauungen vom Hauptfluss abgetrennt und veröden in der Dürrezeit. Und im gesamten Verbreitungsgebiet werden Manati wegen ihres Fleischs getötet.
OceanCare und CBD-Habitat setzen sich im afrikanischen Westküstenstaat Guinea-Bissau als einzige Organisationen für das Überleben der Manati ein. Manati sind in Afrika theoretisch geschützt, doch fehlen weitgehend konkrete Schutzmassnahmen. Dies nicht zuletzt weil wenig über Anzahl, Verbreitung und Verhalten der Tiere bekannt ist. OceanCare und CBD-Habitat erforschen mit lokalen Behörden und Rangern die Wanderrouten der Manati und legen fest, welche Lebensräume geschützt werden müssen. Fischer werden hinsichtlich der ökologischen Bedeutung der Manati – auch für die Fischerei – sensibilisiert, der Einsatz nachhaltiger Fischereimethoden wird gezielt gefördert. Unterstütz wird zudem ein bestehendes Rettungsprogramm, welches Manati aus gestauten Flussarmen befreit und verletzte Tiere rettet.
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